Aktuell habe ich ein „altes“ Aufnahmeformat wieder neu entdeckt. Das Quadrat. Es gibt einfach immer wieder Bilder, die ideal in/für dieses Format passen.
Bevor Victor Hasselblad 1948 in New York sein Modell 1600F vorgestellt hat, gab es das 6×6 (cm) Format schon beim deutschen Hersteller Rolleiflex. Victor Hasselblad war jedoch von seiner Kamera so überzeugt, dass er sie schlicht „die beste Kamera der Welt“ nannte. Und er hatte lange Zeit Recht damit. Die Würfelform mit Wechselobjektiven war jahrelang Standard der professionellen Fotografie.
Das Quadrat als Form wirkt stabil und vertraut. Es ist nach dem Kreis die nächste „perfekte“ Form.
Orientierung und Stabilität sind wichtige Faktoren für ein schnelles Erfassen von Inhalten. Ein quadratisches Muster ist hilfreich für eine ordnungsgebende Wirkung.

Instagram hat das Quadrat als Grundform sicher einfach deshalb festgelegt, weil das Smartphone quer und längs gehalten werden kann. In beiden Modi zeigt das Quadrat den maximalen Inhalt.

Mir scheint gar das Quadrat als Format für die Streetfotografie als ideal. Hier ein kleiner Querschnitt meiner „Best-Of“.

Und in Farbe:

Ausnahmen muss es aber immer geben – Landschaft und Architektur. Querformat z.B. in 4:3, 16:9 oder 16:10. Querformat-Aufnahmen wirken eher dynamisch. Sie entsprechen mehr unserem menschlichen Blickfeld und unserer Wahrnehmung.

Auch hierfür ein kleines Beispiel:

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