Godox hat vor kurzem einen weiteren kompakten Blitz herausgebracht. Eigentlich bin ich ja ein Blitz-Muffel, aber zum schnellen Aufhellen bei Portraits im Freien habe ich mich sehr mit dem kleinen EF-X8 angefreundet.
Der hat aber zwei entscheidende Nachteile: Blitzbelichtungskorrektur ist eher fummelig im Menü der Kamera versteckt und die Aufladezeit beträgt mehrere Sekunden. Das hat mich, neben dem fairen Preis, dazu bewogen dem iT30pro eine Chance zu geben.
Mit seinen 122g [EF-X8 41g, NP-W235 80g] kann man ihn gut in der Tasche mitnehmen.
Vom Design/Größe her hat er mich spontan an den guten alten Contax TLA200 erinnert.

Der Contax hatte ein Titan-Kleid. Das hat der Godox nicht, ist aber absolut ordentlich verarbeitet und hat zudem einen Metall-Fuß. Außerdem hat der Kleine nette Features:
(Liste nicht vollständig, ich greife die „Key-Features“ für mich raus)
– Leitzahl 15 mit ISO 100 [vs. LZ8 beim EF-X8]
– Belichtungssteuerung: Fujifilm TTL und manueller Blitz
– eingebauter Diffusor bzw. eher Wide/Normal Hebel seitlich
– Synchronisation auf den ersten und zweiten Verschlussvorhang
– Stroboskopmodus
– Blitzkompensation: -3 bis +3 LW (in 1/3-LW-Schritten)
– Kabellose Funktionen via 2.4G: Sender und Empfänger, Funk-TTL
– Akku für über 500 „Blitze“ integriert (7,2V 900mAh)
– USB-C Anschluss zum Laden (5V 2A) und für FW-Updates
– Mikrofaser Beutel ist beigelegt
Als Gimmik ist er zusätzlich zu den Tasten mit einem Farb-Touch-Display ausgerüstet. Das reagiert zügig. Im Menü hat man die Wahl zwischen den Sprachen chinesisch oder englisch. Ist aber kein Problem, das Meiste ist selbsterklärend bzw. sind Piktogramme.
Auf meiner X-T5 macht der Godox gleich eine gute Figur. Da er in Blickrichtung nach links aus dem Zubehörschuh ragt, kann man mit der rechten Hand die beiden Einstellräder gut bedienen. Sein Rändelrad oben (oder alternativ das Touch-Display) lassen schnell die Optionen wählen. An Kamera samt Objektiv wird wie im Foto oben die maximale Reichweite im Balken unten angezeigt. Wählt man die Blende vor, zeigt der graue Balken den Leuchtweitenbereich an. Etwaige Korrektur wie hier gezeigt mit -0.3 wird brav an die Kamera weitergemeldet.
Mit dem seitlichen Hebel, kann zwischen N und W umgestellt werden. Welche Winkel dabei abgedeckt werden, verschweigt die Anleitung. Vielleicht um Verwirrung bei Sensorformaten vorzubeugen. Bei schnellen Tests mit dem XF 10-23 würde ich sagen ab 18mm (FF 28mm) sind auch die Ecken in Stellung N gut ausgeleuchtet. Ob W auch „weisches“ Licht bedeutet, werde ich bei nächster Gelegenheit testen. Im Vergleich unten konnte ich keine großen Unterschiede ausmachen.

Hier ein kleiner Vergleich XF23mm f4:
Ohne Blitz bei ISO 6400, 1/30s (autom. gesteuert):
Stellung W, ISO400 -0.3, 1/60s (autom. gesteuert):
Stellung N, ISO400 -0.3, 1/60s (autom. gesteuert):
EF-X8, ISO400, 1/60s (autom. gesteuert):




