Mein letztes Tablet, ein Huawei M3 8.4 (BTV-W09) mit Android 7, will durch ein aktuelles Gerät ersetzt werden. Eigentlich ist das M3 noch voll dabei, hatte es schon „damals“ (2017) 4Gb RAM und einen Octa Core Prozessor (4 × 2.3 GHz + 4 x 1.8 GHz) sowie die sehr gute Display-Auflösung von 2560 x 1600 Pixel.
Da ich persönlich nicht allzu tief in die Tasche greifen will, aber doch ein Gerät möchte, das ab sofort mindestens 3 Jahre Updates bekommt, habe ich es gewagt ein ganz aktuelles Gerät zu ordern.

Das Lenovo Tab M10 Plus kam just diese Woche in der nun 3. Generation heraus und liegt nun vor mir auf dem Schreibtisch. Eins vorweg – allererster Eindruck- absolut brauchbar.

Ich benutze den Tablet hauptsächlich um im Internet zu surfen, ab und zu einen Video in der Mediathek anzuschauen oder über die onleihe Zeitschriften und Romane zu lesen. Das alles leistet(e) das M3 auch dank der hohen Bildschirmauflösung für 8 Zoll sehr gut.

Das Neue reizt, außerdem möchte ich wieder aktuelle Security-Updates erhalten; also habe ich das gute Stück in der 64GB Variante bestellt. Lenovo verspricht ab Erscheinen 3 Jahre Sicherheitsupdates und Android 13 im Jahr 2023. Das könnte mehr sein, ist aber aktuell leider das Übliche. Daher auch brandaktuell gekauft, es sollten immerhin Sicherheitsupdates bis 04/2025 drin sein.

Hier zusammengefasst die technischen Daten:
– Modell: Lenovo Tab M10 Plus (3rd Gen) TB125FU
– Prozessor: MediaTek Helio G80 (2x 2,0 GHZ und 6x 1,8 GHz)
– Speicher: 4 GB LPDDR4x bzw. 64 GB (eMCP, eMMC 5.1)
– 26,9 cm/10,6 Zoll 2K IPS-Touchdisplay (2000 x 1200), augenschonendes Display, TÜV Low Blue Light zertifiziert, 400 Nits
– Kameras: Vorne 8.0MP (RGB) + Hinten 8.0MP (RGB)
– WLAN 11AC (1×1) & Bluetooth® 5.0
– Immersive Reader-Funktion für komfortables Lesen wie vom Papier
– Vier Lautsprecher mit Dolby Atmos
– Individuelle Familien-Konten, Google Kids Space sicherer Kindermodus
– Akku: 7700 mAh Li-Polymer, bis zu 12 Stunden Akkulaufzeit (Videowiedergabe)
– Abmessungen: ca. 25 x 15,7 x 0,9 cm; 460 Gramm [selbst gemessen]
– Herstellergarantie: 24 Monate.

Zuerst zum Lieferumfang: Erfreulicherweise wird ein 10W Ladegerät samt USB-C Kabel zum Tablet selbst mitgeliefert. Das ist mitunter nicht mehr üblich; ich finde es gut. Noch habe ich da keinen Überschuss. Geladen werden kann es übrigens mit bis zu 20W.


Am Gerät selbst gibt es die üblichen Knöpfe und Buchsen. Ein-/Aus- Taster, Laut und Leise, der Slot für die microSD, eine 3,5mm Buchse und natürlich der USB-C Anschluss. Leider hat es keinen Fingerabdruck-Sensor. Die Verarbeitung ist tadellos, der Rücken besteht teilweise aus Aluminium.

Nachdem der Start-Wizard durchlaufen wurde, beginnen die System-Updates. Unnütze Apps gibt es wenige. (amazon music, Netflix, MS-Office) Diese lassen sich deinstallieren. Ein-, zwei Neustarts später zeigen sich folgende Versionen:



Der Prozessor reicht aktuell aus, um flüssig zu arbeiten – ich hoffe das bleibt so. Arbeitsspeicher mit 6GB hätte mir besser gefallen, aber so großzügig war Lenovo nicht. Die 64GB Massenspeicher reichen mir persönlich aus, ich habe meist nur temporäre Daten auf dem Gerät. Als erweiterten Speicher habe ich eine 128GB microSD eingelegt, hier können die Apps wie Spotify & Co ihre Daten ablegen. (Max. möglich sind 1024GB.)

Das Display hat erfreulich knackige Farben, das gefällt mir (ganz subjektiv natürlich) sehr gut. Die Farben sind etwas ansprechender als bei dem alten Huawei. Spiegelungen befinden sich im üblichen Rahmen, aber nicht störend in Innenräumen. Dafür merkt man beim Lesen von Zeitschriften, dass die Schrift leicht ausgefranst ist. OK, ich bin stark kurzsichtig – da fällt das deutlich auf. (Die Auflösung in ppi ist halt schon deutlich geringer als beim Huawei M3.)
Hier die Beiden im Vergleich:

Mit „Immersive Reader-Funktion“ ist wohl gemeint, dass man das Display in den Einstellungen in den Lesemodus schalten kann. Hier werden dann Graustufen oder ein chromatischer Effekt (blasse Farben) angewendet, die man für einzelne Apps festlegen kann. Hm, ich weiss nicht, ob ich das wirklich brauche…

Der Sound ist zum Video schauen ist absolut ausreichend und laut genug. Das Tablet hat vier Lautsprecher spendiert bekommen. Natürlich keinesfalls mit wummernden Bässen wie mit einer Boom-Box, aber durchaus passabel. Das habe ich bei einem Medion-Tablet schon viel schlechter gesehen, äh gehört. Mit diesem war es nicht möglich mit etwas Abstand zum Gerät zu zweit einen Film anzusehen.

Die WLAN-Verbindung zu meinen Ubiquiti Access-Points klappt gut und zuverlässig, hier gibt es auf die Schnelle nichts auszusetzen.

Die beiden Kameras lösen mit acht Megapixeln auf, leider steht die hintere Kamera etwas aus dem Gehäuse vor. Ich werde mir daher eine Silikon-Hülle kaufen, sobald diese günstig verfügbar sind. Einen Blitz bzw. LED gibt es nicht.
Die Ergebnisse sind so lala, für Dokumentationen bzw. Videokonferenz reicht es. In der App gibt es nur wenig Optionen. Aufnahmen erfolgen in 4:3 mit/ohne HDR. Man kann auch ein Raster einblenden und mit der VOL+ Taste auslösen. Die Aufnahmen sind leider wie üblich deutlich überschärft.
Hier zwei Bilder in voller Auflösung: (Öffnen in neuem Tab.)

Die Stiftfunktion konnte ich mangels Stift nicht testen. Der Stift meines hp-Elite funktioniert nicht, sie haben wohl (leider) unterschiedliche Standards. Und ob ich EUR 50,- dafür ausgeben möchte ist eher fraglich.

Fazit: Ja, das „Lenovo Tab M10 Plus (3rd Gen)“ hat durchaus das Zeug zum Bestseller im Einsteigerbereich zu werden. Für die ersten Stunden Nutzung bin ich sehr zufrieden.

P.S.: Ich habe mir das Gerät selbst gekauft und nicht zur Verfügung gestellt bekommen, bin also in meiner Meinung absolut unabhängig.


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2 thoughts on “Lenovo Tab M10 Plus (3rd Gen) – erster Eindruck

  1. Hi, danke für deinen Bericht. Kannst du vielleicht noch ein Screenshot von der „Android-Version“-Seite in den Einstellungen hochladen? Ich interessiere mich besonders für die Kernel-Version. Vielen Dank.

    1. Hallo Jonas, habe den Screenshot ausgetauscht – so stecken mehr Infos drin; danke für den Hinweis.

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