Vor sechs Jahren erblickte mein erster Streamer auf Basis eines Raspberry Pi und eines Sabre ES9023 DACs das Licht der Welt. (Siehe hier.) Vor kurzem brachte Hifiberry seinen neuen DAC2 Pro heraus. Da der alte Pi nun doch schon geschwindigkeitstechnisch in die Jahre gekommen ist, bekam der Streamer ein großes Upgrade.

Als Gehäuse nahm ich seinerzeit ein Inter-Tech Mini ITX Q-6. Es gefällt mir immer noch. In die Aussparung für das Slotblech sägte, feilte und bohrte ich aus Epoxidharz die Rückwand. Auf der Außenseite habe ich diese schwarz lackiert. Die Ausgänge des DAC2 Pro habe ich nach außen geführt. (Dafür gibt es extra Pins.)
Das Netzteil mit dem Ringkerntrafo mit 10VA und den ultraschnellen Dioden BYV 28-200 samt Spannungsregler von Audiowind mit LINEAR LT1764 Regler ist den Anforderungen des neuen Pi 4B 2Gb immer noch gut gewachsen. Damit der Zwerg zügig bootet bekam er eine Transcend 64GB „High Endurance“ microSD Speicherkarte untergeschnallt. Ich war überascht, wie schnell das Image geschrieben wurde.
Zur Kühlung bekam der Pi noch drei kleine Kühlkörper auf die ICs. Das ist zwar mittlerweile nicht mehr unbedingt nötig, aber ein Fehler ist es sicher keiner.

Als „Betriebssystem“ kam wieder volumio zum Einsatz; alles funktioniert „out of the box“.

Das Aluminium-Gehäuse schirmt zwar die WLAN Antennen ab, aber bis zum unweit angebrachten Access-Point reicht es noch gut, auch für Hi-Res Material.
Ein paar Test-Dateien sind z. B. hier zum kostenlosen Download erhältlich.

Für Volumio gibt es mittlerweile eine ganze Reihe Plugins.
Ich nutze hier die Folgenden:


– Autostart startet den ersten Eintrag in der Playlist, bei mir ein Inforadio.
– GPIO Buttons lässt die Steuerung durch GPIO-Pins am Pi zu. Das ITX Gehäuse hat ja nicht nur die blaue LED vorne sondern auch den Power-Button. In den Settings „Enable Shutdown“ mit Pin 22 auf „on“ setzen. Der  GPIO-22 Pin (15) liegt genau neben einem 3.3V Pin (17) und so kann der Mini-Stecker direkt genutzt werden. Ein kurzer Druck und das OS fährt kontrolliert herunter. [Auf dem Foto oben war er noch nicht gesteckt.]
– Die anderen Plugins sind selbsterklärend.

NFS-Shares der heimischen NAS können auch ganz einfach eingebunden werden:


Oder als CIFS-Share mit Benutzer/Passwort. Das ist mir persönlich lieber, da die Berechtigungen einfacher gesetzt werden können; nur-Lesen reicht völlig. Für die Synology-NAS war unter Options der Eintrag „vers=2.0“ erforderlich.


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